Fooling ist Improvisationsspiel, in dem alle möglichen Rollen oder Zustände im Wechsel (im Solo selber, im Gruppenspiel gemeinsam) gespielt werden. Das kann komisch sein und ist es auch oft, aber auch sehr poetisch, dramatisch, traurig, berührend. Es kommen Worte, Bewegung, Tanz, Töne und Gesang zum Einsatz, und die Methode eignet sich sehr gut, um persönliche Prozesse zu erforschen und z.B. Spielblockaden zu lösen. Beim Fooling geht es in um das authentische Spiel, wir erleben es als beste Unterstützung für das authentische Clownspiel.

 

Hier ein Zitat von Hilde Cromheeke:

Der „fool“ ist ein Verrückter, ein kindischer Narr; als Joker im Kartenspiel ist er die „wilde Karte“, die überall einsetzbar ist. 

Als Spaßmacher und Scherztreiber ist er unberechenbar, gleich dem mittelalterlichen Narren am Fürstenhof. 

Als solcher ist er Sinnbild für Komik und Wahrhaftigkeit. 

Provokant und witzig spiegelt er die menschlichen Verhaltensweisen und Emotionen und fördert damit auch verborgene Wahrheiten zu Tage. 

Mit spielerischer Leichtigkeit schlüpft er in unterschiedliche Rollen und spielt in kindlicher Freiheit heraus, was er sieht und was in ihm lebt.

Dabei ist „fooling“ durch die Verankerung im Persönlichen viel mehr als eine Improvisationsmethode.

„fooling“ eröffnet uns den Weg zu uns selbst, indem wir uns in der Fülle unserer unterschiedlichen Rollen besser kennenlernen. Gleichzeitig erschafft „fooling“ völlige Freiheit im Spiel, denn alles, wirklich alles, (selbst der Zweifel darüber ob) ist es wert, dargestellt zu werden!

Und so birgt jede Situation und Moment die Chance zum Spiel! 

„fooling“ fördert spielerisch in uns die Kraft, unsere eigene Kreativität neu zu entdecken. 

 

 

 

Fooling Wochenende

- Spielfreude wecken, "Narrenfreiheit"

 

Dies ist eine Einführung in die Fooling Improvisation. Wir kreieren gemeinsam einen sicheren Raum, um geschützt eigene Impulse zu spüren und spielerisch umsetzen zu üben in Töne, Bewegungen, emotionalen Ausdruck und Sprache. Im Solospiel erforschen wir die verschiedenen inneren Anteile oder Stimmen, oder folgen einer Geschichte, die sich erzählt. Es gibt die Möglichkeit, Pläne zu machen oder ohne Plan auf die Bühne zu gehen und Schritt für Schritt, Impuls für Impuls dem Geschehen seinen Lauf lassen.

Im angeleiteten Gruppenspiel, mit Musik, forscht jeder zunächst für sich. Um dann, im nächsten Schritt, mit verschiedenen vorgeschlagenen Wegen der Kontaktaufnahme mit anderen zu experimentieren. Daraus entwickeln sich Formen der Gruppenimprovisation.

Theatrale Grundtechniken auszuprobieren wie Impulse vergrößern, Spiel mit Nähe und Distanz, Kontakt zum Publikum sind Teil dieser Forschungswerkstatt.

Der Kurs hat keine Voraussetzungen, SpielerInnen mit Vorerfahrung sind willkommen.

 

Termin: 25.-26.6.2022              

Freitag Samstag 10:00-18:00 Uhr, Sonntag 10:00 - 17:00

Teilnahmebeitrag 250.- €