Willkommen

Die Arbeit dieser Clownschule verpflichtet sich den Prinzipien des "gentle clowning" : eine leichtes und freundliches Clownspiel voller Ernsthaftigkeit und Respekt, wobei statt vorgefasster Ideen eine wohltuende Beziehung im Vordergrund steht.

 

 "Der Clown steht als Synonym für Kontakt.

Der aufrichtige und tiefe Kontakt

zu anderen Menschen setzt eines voraus:

Den aufrichtigen und tiefen Kontakt zu sich selbst."

(Ulrich Fey)

 

Wenn der Clown im tiefsten Inneren offen, neugierig und optimistisch bleibt, obwohl er von einer Schwierigkeit in die nächste tappt und scheitert, dann können die Zuschauer erleben, dass vielleicht auch ihre eigene Gefühls-Welt nicht so tragisch ist, wie sie oft erscheint.

Bei der Clownerie - und speziell der Klinikclownerie - geht es darum, sich "trotz allem" wohlzufühlen. Wir erforschen gemeinsam, wie das auch unter den schwierigsten Bedingungen gehen kann.

 

 


Aktuelles zur Clown Ausbildung

Liebe interessierte Menschen,

 

wir sind eine Bildungseinrichtung und bieten im Rahmen der Hamburger Coronaverordnung und unter Einhaltung der gegebenen Regeln (Abstandsgebot,  Mund-Nasen-Schutz, kleinere Gruppen, Hygiene) Präsenzkurse in Hamburg an.

 

Dazu hat sich aber seit März 2020 eine schnell wachsende virtuelle Clowngemeinschaft gegründet. Noch nie war es so einfach, internationale Clown KollegInnen zu treffen und sich gemeinsam fortzubilden. Wir haben uns bei den online Clownkursen auf Forschungsreise begeben und sind begeistert. Lasst euch anstecken! Dafür gibt es Weiterbildungsangebote auch bei uns jetzt im Online Format.

 

Der nächste online Clown Schnupper-Abend ist am Donnerstag, 14. Januar 2021

Darauf aufbauend folgt ein online-Kurs unter dem Motto Clown@home an vier Abenden ab dem 21.01. Eine spielerische Forschungswerkstatt zu der Frage, wie man den "Clown-Mood" einladen und twas davon in den Alltag übertragen kann. Denn öffentliche Auftrittsmöglichkeiten sind aktuell noch rar.

Also runter von der Bühne, rein in die Familie, in den Supermarkt, in den Beruf...? Und nicht zuletzt: was kann ich denn mit dem Clown für mich selber tun?

Ab 13.1.2021 geht es wieder los.

 


Wie wird man Clown

Clowns sind, ähnlich wie Kinder, neugierig, kontaktfreudig, interessiert an allem, experimentierfreudig, emotional, Forscher mit dem ganzen Körper, dem ganzen Sein. Sie bewegen sich ohne Plan und Vorsatz, ohne jede Verstellung, ohne Argwohn. Sie wissen: Die Welt ist schön, ein interessanter Ort, ein Abenteuerspielplatz. Aber sie sind keine Kinder.

 

Es sind Erwachsene, die spielen. Die diesen kindlichen Zustand in sich wieder freilegen und sich bewusst auf dieses ursprüngliche Spiel einlassen wollen. Die lernen, wieder ihre ganze Intuition, ihren Körper zu nutzen. Und die vor allem sich selbst und dann auch anderen damit eine Freude machen.

 

Clown wird man, indem man spielt und wieder lernt, das Spielen zu genießen. Und indem man sich von anderen alles abguckt, was einem gefällt. Mitmachen und Nachmachen sind die wichtigsten Lerntechniken des Clowns.

Das heißt auch: Lernen, ein guter Zuschauer zu sein. Aufmerksam zu schauen, zu fühlen und sich zu merken: wann bin ich interessiert? Wo bin ich berührt? An welcher Stelle habe ich gelacht?

 

Als Zuschauer genießen wir es, wenn wir mit dem Clown und seinen ganz einfachen menschlichen Fehlern und Schwächen, mit seiner Triebhaftigkeit und seinen ohne Scheu gezeigten echten Gefühlen mitfühlen und mitlachen können. Dass der Clown alle auftauchenden Schwierigkeiten und sein Scheitern als Schicksal hinnimmt und sich dennoch positiv und vertrauensvoll in der Welt bewegt, macht, dass wir uns für den Moment mit uns selbst und dem Leben zutiefst versöhnen können.


"Jokers" bedeutet...

 

Der Joker oder Fool oder Narr hat keine eigene "Agenda", keine persönlichen Anliegen, keine eigene Rolle. Daher hat die Karte des Jokers auch keine Zahl in Kartenspielen, so wie zum Beispiel im Tarot - dort hat der Narr die Null. So wie der Joker als sogenannte "wild card" im Kartenspiel für alle Werte stellvertretend eingesetzt werden kann, hat der Narr als Figur die Aufgabe, das zu spiegeln, was in den Menschen oder in der Gesellschaft vorgeht. Es sichtbar zu machen, ohne Bewertung, mit humorvollem Blick.

Um aber zu wissen, was genau gerade vorgeht und wie es zu spiegeln ist, muss er sich auf seine Intuition verlassen können. Im Bild des Tarot wird die Intuition meist durch einen Hund dargestellt, der den Narren begleitet und bewacht.

 

Auch der Clown spiegelt die Gefühle der Zuschauer. Aber im Clownspiel gibt es andere Schwerpunkte, nämlich Naivität, positive Einstellung, - vollkommen unbegründeter - Optimismus und eine gewisse Leichtigkeit. Das Spiegeln des Clowns ist oft komisch, kann aber auch tragikomisch, zart, berührend, poetisch oder traurig sein. Fast alles ist möglich, nur das Drama (mit tragischem Ausgang) wird ausgespart.

Der Narr und der Clown als Bühnenfigur haben gemeinsam das authentische Spiel, und dass sie improvisieren.

 

Hier ist mit "Joker" der innere Spieler gemeint. Die Instanz in uns, die intuitiv fühlt, was gerade jetzt gut ist, zu spielen und auch weiß, wie. Diese Instanz gilt es zu entwickeln und zu stärken, damit wir im Einsatz eine Orientierung für den jeweils nächsten Schritt finden.

 

In unserer Schule arbeiten wir zum Teil auch mit Techniken des Fooling oder Foolteaters, um das authentische Spiel zu erforschen.