Clown Ausbildung

Die Arbeit dieser Schule verpflichtet sich den Prinzipien des "gentle clowning" : eine leichtes und freundliches Clownspiel voller Ernsthaftigkeit und Respekt, wobei statt vorgefasster Ideen eine wohltuende Beziehung im Vordergrund steht.

 

Wenn der Clown im tiefsten Inneren offen, neugierig und optimistisch bleibt, obwohl er von einer Schwierigkeit in die nächste tappt und äußerlich leidet, dann erleben die Zuschauer, dass vielleicht auch in ihrer Wirklichkeit alles gar nicht so schlimm ist.

 

Unsere Kurse sind besonders als Ausbildung für KlinikClowns geeignet.

 

 "Der Clown steht als Synonym für Kontakt.

Der aufrichtige und tiefe Kontakt

zu anderen Menschen setzt eines voraus:

Den aufrichtigen und tiefen Kontakt zu sich selbst."

(Ulrich Fey)


Wie wird man Clown

Clowns sind, ähnlich wie Kinder, neugierig, kontaktfreudig, interessiert an allem, experimentierfreudig, emotional, Forscher mit dem ganzen Körper, dem ganzen Sein. Sie bewegen sich ohne Plan und Vorsatz, ohne jede Verstellung, ohne Argwohn. Sie wissen: Die Welt ist schön, ein interessanter Ort, ein Abenteuerspielplatz. Aber sie sind keine Kinder.

Es sind Erwachsene, die spielen. Die diesen kindlichen Zustand in sich wieder freilegen und sich bewusst auf dieses ursprüngliche Spiel einlassen wollen. Die lernen, wieder ihre ganze Intuition, ihren Körperzu nutzen. Und die vor allem sich selbst und dann auch anderen damit Freude bereiten.

 

Clown wird man, indem man spielt und wieder lernt, das Spielen zu genießen. Und indem man sich von anderen alles abguckt, was einem gefällt. Mitmachen und Nachmachen sind die wichtigsten Lerntechniken des Clowns.

Das heißt auch: Lernen, ein guter Zuschauer zu sein. Aufmerksam zu schauen und zu fühlen: wann bin ich interessiert? Wo bin ich berührt? An welcher Stelle habe ich gelacht?

 

Als Zuschauer genießen wir es, wenn wir mit dem Clown und seinen ganz einfachen menschlichen Fehlern und Schwächen, mit seiner Triebhaftigkeit und seinen ohne Scheu gezeigten echten Gefühlen mitfühlen und mitlachen können. Dass der Clown alle auftauchenden Schwierigkeiten und sein Scheitern als Schicksal hinnimmt und sich dennoch positiv und vertrauensvoll in der Welt bewegt, macht, dass wir uns für den Moment mit uns selbst und dem Leben zutiefst versöhnen können.

"Jokers" heißt...

 

Der Joker oder Fool oder Narr hat keine eigene "Agenda", keine persönlichen Anliegen, keine eigene Rolle. Daher hat die Karte des Jokers auch keine Zahl in Kartenspielen, so wie zum Beispiel im Tarot - dort hat der Narr die Null. So wie der Joker als sogenannte "wild card" im Kartenspiel für alle Werte stellvertretend eingesetzt werden kann, hat der Narr als Figur die Aufgabe, das zu spiegeln, was in den Menschen oder in der Gesellschaft vorgeht. Es sichtbar zu machen, ohne Bewertung, mit humorvollem Blick. Um aber zu wissen, was genau gerade vorgeht und wie es zu spiegeln ist, muss er sich auf seine Intuition verlassen können. Im Bild des Tarot wird die Intuition meist durch einen Hund dargestellt, der den Narren begleitet und bewacht.

 

Auch der Clown spiegelt die Gefühle der Zuschauer. Aber im Clownspiel gibt es andere Schwerpunkte, nämlich Naivität, positive Einstellung, - vollkommen unbegründeter - Optimismus und eine gewisse Leichtigkeit. Das Spiegeln des Clowns ist oft komisch, kann aber auch tragikomisch, zart, berührend, poetisch oder traurig sein. Fast alles ist möglich, nur das Drama (mit tragischem Ausgang) wird ausgespart.

Der Narr und der Clown als Bühnenfigur haben gemeinsam das authentische Spiel, und dass sie improvisieren.

 

Hier ist mit "Joker" der innere Spieler gemeint. Die Instanz in uns, die intuitiv fühlt, was gerade jetzt gut ist, zu spielen und auch weiß, wie. Diese Instanz gilt es zu entwickeln und zu stärken, damit wir im Einsatz eine Orientierung für den jeweils nächsten Schritt finden.

 

In unserer Schule arbeiten wir zum Teil auch mit Techniken des Fooling oder Foolteaters (dazu eine kurze Erklärung bei den Links), um das authentische Spiel zu erforschen.